Berichte aus der Kolpingsfamilie
Kolpingsfamilie Glonn
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Briefmarken sammeln – Partnerschaft fördern
Die Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e. V. (SEK) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Deshalb unterstützt sie seit Jahrzehnten erfolgreich berufsbildende Programme in den Partnerländern, um jungen Menschen eine Chance zu geben und eine berufliche Perspektive zu bieten. Denn eine gute Ausbildung erleichtert es, das Leben selbst in die Hand zu nehmen und dem Teufelskreis der Armut zu entrinnen.
Durch den Verkauf von gesammelten Briefmarken an Händler oder private Briefmarkensammler kommen jährlich Erlöse zusammen, die das Internationale Kolpingwerk an berufsbildende Programme weiterleitet. Für ein Kilo Briefmarken bekommt das Kolpingwerk je nach Sortierungsgrad zwischen 6 und 20 Euro. Eine Ausbildung in einem Entwicklungsland kostet in der Regel zwischen 50 und 350 Euro.
Folgende Projekte in Uganda sollen weiter unterstützt werden:
Handwerkliche Ausbildung
In Hoima und in der Nähe der Stadt Masindi, in Kibwona, gibt es zwei Ausbildungszentren. Hier werden junge Männer als Tischler und als Maurer ausgebildet. Die jungen Leute lernen nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis. Nach der Ausbildung erhalten sie ein Zertifikat, das vom ungandischen Staat anerkannt wird. Besonders stolz ist die Kolpingsfamilie Kibwona auf zwei Absolventen, die ein Diplom an der Technischen Hochschule erworben haben. Mit Spendengeldern aus dem DV Münster konnten unter anderem die Gehälter der Lehrer bezahlt werden.
Frauen und Gesundheit
Mit gutem Erfolg läuft in Uganda das Projekt „Women and Health“ (Frauen und Gesundheit). Das Programm, das auch vom Kolpingwerk DV Münster unterstützt wird, schult die Teilnehmerinnen in Gesundheits- und Ernährungsfragen und klärt über Familienplanung auf. Ein wichtiger Punkt ist der Bau von einfachen, aber hygienischen Toiletten, an denen es is in weiten Teilen Ugandas mangelt.
Dorothy Byarugaba, Initiatorin und Leiterin des Projektes in Hoima, einer Kleinstadt 200 km nordwestlich der ugandischen Hauptstadt Kampala gelegen, lehrt die Frauen Kindererziehung, Ernährung und Hygiene.
Margaret Kawooya, Leiterin des Kolpinghauses im ugandischen Mityana sagt: „Wenn du einer Frau hilfst, hilfst du dem ganzen Land.“
Tierhaltung
Viele Frauen züchten Hühner, andere halten Schweine oder Kühe oder betreiben eine kleine Landwirtschaft. Sie erhalten vom Kolpingwerk in Uganda die notwendigen Informationen über die Aufzucht und über die Fütterung. Auch bei der Tierhaltung ist eine gewisse Hygiene zu beachten, wenn man erfolgreich sein will. Ganz spezifische Tierkrankheiten müssen ausgeschlossen werden.
Wassertanks
Über Kleinkredite wird es vielen Frauen ermöglicht, Wassertanks zu erwerben, um ihnen mit dem aufgefangenen Regenwasser den Zugang zu sauberem Wasser und damit zu mehr Gesundheit und weniger Krankheit zu ermöglichen. Gleichzeitig läßt sich auch das Vieh einer Familie mit Wasser versorgen. Allein eine Milchkuh benötigt 50 l Wasser am Tag.
Wie Sie helfen können:
  • Sie können Briefmarken aus Ihrer täglichen Post zu Hause oder im Büro sammeln. Sie brauchen die Marken nicht vom Umschlag zu lösen, sondern einfach mit etwas Rand abschneiden oder -reißen.
  • Vielleicht haben Sie auch früher Briefmarken gesammelt und Alben angelegt, betreiben jedoch dieses Hobby nicht mehr? Wir freuen uns über die Alben, die von Interessenten gerne abgekauft werden.
  • Sie können Behörden, Kommunalverwaltungen, Versicherungen, Krankenkassen, Institute und Firmen bitten, Postkarten, Briefe oder Paketverpackungen, die mit Briefmarken versehen sind, zurückzulegen und Ihnen zur Verfügung zu stellen.
Der Sammelbehälter steht in der Glonner Bücherei!
P.S.: Die Glonner Kolpingsfamilie beteiligt sich übrigens seit 1991 an der Briefmarken-Sammelaktion des Diözesanverbandes Münster. In dieser Zeit wurden bislang 39,3 kg Briefmarken von Glonn nach Münster weitergeleitet. So brachte z. B. unser letztes Paket über 4,6 kg einen Erlös von 50 Euro! Herzlichen Dank an alle, die uns schon jahrelang unterstützen. Wir hoffen auch weiterhin auf rege Beteiligung, denn
... wenn du einer Frau hilfst, hilfst du dem ganzen Land.


Gertrud Flämig


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