Berichte aus der Kolpingsfamilie
Kolpingsfamilie Glonn
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Ein neues Feldkreuz für Glonn
Die Idee, ein Feldkreuz zu errichten, entstand bereits im Jahr 2002, als wir mit den Vorbereitungen für unsere 150-Jahr-Feier begonnen haben. Wir sagten damals: „wenn alles gut gegangen ist bei der Feier, stellen wir zum Dank ein Kreuz auf“. Es ist alles gut gegangen und so begannen wir Ende 2004 mit den Vorbereitungen.
Eines der wichtigsten Dinge für ein solches Vorhaben ist der Standort. Nach längerer Suche haben wir den Platz an der Filzenstrasse als idealen Standort gefunden. Der Grundstückeigentümer Sepp Winhart gab uns auch gleich grünes Licht, dass wir es dort errichten können.
Nun musste eine neue Hürde genommen werden, wie sollte das Kreuz aussehen, welchen Stil soll es haben. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte dabei ein Treffen mit dem Feldkreuz Spezialisten des Landkreises Ebersberg, Herrn Schulrat a.D. Hans Obermaier aus Eglharting.
Er meinte zu uns: „errichtet ein Kreuz, welches in den Himmel zeichnet und lasst Eure Gedanken bei der Gestaltung einfließen“. Daraufhin setzte ich mich mit meinem Schwager Rainer Samietz zusammen und er machte einen zeichnerischen Erstentwurf.
Als nächstes ging es an die praktische Umsetzung des Projekts.
Für die Anfertigung des Christus konnten wir den Glonner Schnitzer Leo Schubert gewinnen. Während des Gesprächs mit Leo stellte sich heraus, dass er an der Filzenstrasse auch schon seit längerer Zeit ein Kreuz errichten möchte. Doch es fehlte ihm immer noch ein Zweiter der mitmachen wolle. Nach diesem Gespräch war ich sehr erleichtert, da uns Leo auch noch als Berater zur Seite stand und als wir uns an der Haustüre verabschiedeten, sagte er noch: „wahrscheinlich spende ich Euch den Christus“ was er dann auch tat.
Den Kreuzbalken fertigte uns Peter Gröbmayr. Er hat uns einen besonderen Stil vorgeschlagen, welcher uns sehr gut gefiel und so ausgeführt wurde. Das Eichenholz spendete Familie Daxner aus Adling und den Schnitt erledigte Josef Kirmaier.
Das geschwungene Kupferdach erstellte mein Nachbar Konrad Wachter. Diese Arbeit war meine größte praktische Mithilfe. Es sind einige Abende notwendig gewesen, welche dann auch immer sehr gesellig waren.
Peter Messner übernahm die Anfertigung der schmiedeeisernen Symbolik. Die drei Strahlen bedeuten Gott der Dreifaltige und die Weinrebe Gott der Weinstock.
Am 5. Juni 2005 war es dann so weit: „An diesem Platz sollen alle Menschen die vorbei gehen, Kraft tanken und Erholung finden“, sagte Pfarrer Siegfried Schöpf bei der feierlichen Segnung des Feldkreuzes.
Viele Glonner waren gekommen, um an der Einweihung des schönen Feldkreuzes unter weißblauem Himmel teilzunehmen. Im Anschluss fand im ehemaligen „Gasthof Neuwirt“ ein gemütliches Beisammensein statt, zudem alle recht herzlich eingeladen waren und auch viele kamen.
Die Glonner Musi, welche die Segnung feierlich umrahmte, unterhielt uns beim geselligen Teil noch einige Stunden. Als ich den Sigl Martin fragte, was er bekommen würde sagte er: „für ein Kreuz spielen wir natürlich umsonst“.

Abschließend möchte ich mich bei allen die Mitgeholfen haben, sei’s durch praktische Arbeit oder Sachspenden ganz herzlich bedanken. Ohne Euch wäre es unmöglich gewesen, ein solches Vorhaben zu realisieren. Vergelt’s Gott!


Georg Brunnhofer


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